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Opressed by Faejala

:icontutziputz:
Es handelt sich um ein äußerst ausdrucksstarkes Bild, was insbesondere an dem "unterdrückten" Tier liegt, das den Mittelpunkt des bildet.
Man erkennt die ängstlich aufgerissenen Augen, die ihre Umwelt gar nicht wahrnehmen, sondern stattdessen starr zu Boden blicken. Das beklemmende Gefühl der Angst, die dieses Wesen empfindet, wird zudem durch die nach unten angewinkelten Ohren sowie den schützend um den eigenen Leib gelegten Schweif unterstützt.
Die Lippen sind leicht geöffnent - es scheint etwas sagen zu wollen. Aber wenn es das tatsächllich tut, schafft es seiner Stimme nicht selbstbewusst Gehör, sondern man spürt geradezu, das leise Murmeln, das dieses arme Geschöpf von sich gibt.
Der Grund für die Einschüchterung des kleinen Tieres ist offensichtlich. Es ist von riesigen, krallenartigen Händen umgeben, die es völlig einschließen und ihm keinen Raum zur eigenen Entfaltung bieten. Von oben und von rechts nähern sie sich auch schon allzu bedrohlich. Die obere Hand scheint es ergreifen und packen zu wollen, von rechts wird es von einem ausgestreckten Zeigefinger angestubst, ermahnt ... und gegen den eigenen Willen vorwärts getrieben.

Und doch - auch wenn das Tier es noch nicht bemerkt hat - es scheinen nicht alle Hände unfreundlich zu sein. Zumindest zwei von ihnen offenbaren eine einladend geöffnente Handfläche. Mit ihrem Handrücken scheinen sie die Zeichenebene, auf der das Tier gemalt ist, glattstreichen zu wollen. Im Gegensatz zu dem Tier glaube ich nicht, dass diese Hände etwas Böses beabsichtigen. Vielleicht wollen sie wirklich nur den Weg, der vor dem Wesen liegt, ein wenig glätten, ihm helfen, es beschützen...

Was die Maltechnik betrifft, so ist das Tier selbst wunderschön und ausdrucksstark dargestellt. Hinsichtlich der Technik verbesserungswürdig ist hingegen noch die Ausführung der Hände.
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Comments


:icontutziputz:
Tutziputz Featured By Owner Dec 17, 2012  Hobbyist Writer
Hinsichtlich der Hände muss ich meine eigene Kritik leider selbst ein wenig korrigieren. So ist gerade die von mir im letzte Satz kritisierte einfache Ausführung der Hände sehr interessant. Sie betont den Gegensatz der durch die Hände dargestellten Umgebung des Tieres und dem so liebevoll gemalten Tier selbst. Dessen Angst, dessen Enge und Auswegslosigkeit stehen im Mittelpunkt. Die Umwelt wird von dem Tier nur unklar - nicht im Detail - wahrgenommen. Es fällt dem Tier schwer, die Einzelheiten jenseits der Bedrohung durch die Hände wahrzunehmen.

So gliedert sich das Bild in drei Bereiche:
- das sorgfältig gemalte Tier
- die Hände als difuse, nicht bis ins letzte Detail dargestellte Hände
- Die vollkommene Leere jenseitz dieser Bedrohung.
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